Sparpaket: Förderungskürzung kostet dem Staat mehr als sie bringt!

Bausparen unangetastet lassen!

Die Pläne der Bundesregierung, die Bausparförderung im Rahmen des Sparpaketes einzuschränken, sind für die Österreicher, die Wirtschaft und den Staat gleichermaßen gefährlich wie kontraproduktiv. Als wichtige Financiers des heimischen Wohnbaues geben die Bausparkassen mit ihren regelmäßigen Baugeldvergaben kräftige Impulse an den Wohnbau. Mit einer Reduktion dieser Wohnbau- und Wirtschaftsförderung wird ein unmittelbarer Rückgang der Darlehensvergaben riskiert - das ginge auch zu Lasten der Staatseinnahmen.

Jeder Euro fließt in den Wohnbau

Derzeit profitieren von der Bausparförderung 5,6 Millionen Sparer und Darlehensnehmer. Jährlich fließen von den Bausparkassen rund 3,5 Milliarden Euro direkt in den Wohnbau. Der geplante Eingriff kann zu einer Störung dieses perfekt funktionierenden Spar- und Finanzierungskreislaufs führen.

Mit den jährlich 114 Millionen Euro Bausparförderung (2011) werden ein hoher Multiplikatoreffekt und eine erstaunliche Umwegrentabilität ermöglicht. Das 30-fache des Einsatzes fließt als Baugeld an Bauinteressenten.

Im Detail: Die Halbierung der Förderung, wie von der Politik geplant, hätte zwar Einsparungen für den Staat von rund 57 Mio. Euro jährlich (bei einer 3-prozentigen Bausparprämie) zur Folge. Parallel dazu gingen aber auch die Mehrwertsteuereinnahmen um 70 Mio. Euro zurück, wenn sich die Finanzierungsleistung lediglich um 10 % des derzeitigen Volumens verringert. 

"Die Förderungskürzung kostet dem Staat mehr, als sie bringt! Bausparen soll vom Sparpaket bitte verschont bleiben", wehrt sich ABV-Generaldirektor Erich Hackl gegen die Pläne der Regierungsparteien.

Bisher 1,2 Millionen Wohneinheiten finanziert

Die Bausparkassen haben in ihrer bisherigen Tätigkeit rund 1,2 Millionen Wohneinheiten mitfinanziert und damit Wohnraum für 3,5 Millionen Menschen geschaffen. Tausende Arbeitsplätze werden durch die Finanzierungstätigkeit der Bausparkassen gehalten bzw. gesichert, und dies insbesondere in Klein- und Mittelbetrieben. Eine Schwächung der Förderung bedeutet daher immer auch eine Schwächung dieser für Österreich so wichtigen Betriebe. Gerade in der Finanzkrise hat sich der Bausparsektor als verlässliche und stabile Institution erfolgreich behauptet.

Kunden kann, vor allem da noch kein konkreter Gesetzesbeschluss dazu vorliegt, nur empfohlen werden, an dieser bewährten Anlageform festzuhalten und dem Bausparsystem weiter ihr Vertrauen zu schenken.